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Über die Anden nach Tingo


So ihr Lieben! 

Die letzten Tage waren sehr voll, sehr intensiv, aber auch sehr schön. Deswegen melde ich mich erst jetzt wieder. Dafür wird’s aber auch ein langer Eintrag. Im Moment sind wir Freiwilligen noch in Tingo María, wo die meisten bleiben werden. Morgen geht’s dann für Jonathan, Rebecca und mich nach Pucallpa weiter.

Jetzt aber erstmal noch zu unseren Tagen in Lima. Die meisten von unseren Vorgängern fanden Lima total hässlich, dreckig und laut. Ich muss sagen, dass ichs eigentlich total cool fand, weil die Stadt einfach ein ganz eigenes Flair hat, dem man sich nicht so leicht entziehen kann. Leben will ich da aber trotzdem nicht. Dafür ist es zu groß

Die ersten Tage hatten wir verschiedene Dinge mit unserem Mentor Roland zu erledigen. Der ist richtig cool und unterstützt uns in allem was wir machen.

Am Mittwoch sind wir morgens zur Botschaft nach Miraflores gefahren, um unsere Pässe abzugeben, weil die dann über das peruanische Außenministerium regeln, dass wir ein spezielles Freiwilligen-Visum für unser Jahr in Peru bekommen. Danach ham wir eine Stadtführung bekommen durch das Centro von Lima. Es ist echt unfassbar, was es dort alles gibt. Es gibt eine Fußballkneipe, die für Leute wie mich einfach nur des Paradies ist :D Wir waren dann au noch in einem bayerischen Brauhaus, wo die Bedienung in Dirndl und Lederhosen rumgelaufen ist. War total witzig. Ansonsten gibt’s wirklich viele schöne Gebäude und Plätze, wo man gut rumchillen kann. Davor sind wir erst noch mit dem Micro an Strand nach Las Comas gefahren. Wenn man davon absieht, dass des gesamte Abwasser ins Meer geleitet wird und des deswegen ziemlich dreckig ist, ist es total schön da. Aber weiter im Norden gibt’s richtig geile Strände.

Micro fahren macht sowieso total Spaß. Des sind so alte kleine Klapperbusse, die bei uns niemals durch den TÜV kommen würden. Da quetschen sich die Leute rein und dann geht die Post ab. Wir fandens total spaßig :D

Am Donnerstag sind wir in den peruanischen Kongress gefahren. Und es hat so dermaßen Spaß gemacht, auch wenn die Frau, die die Führung gemacht hat, keine Ahnung von tuten und blasen hatte. Aber es ist echt total interessant gewesen!! Das beste an der Sache war, dass wir sogar noch in eine offizielle Pressekonferenz rein durften, wo die irgendwie die peruanisch-japanische Freundschaft gefeiert haben oder so. Ich fands echt total genial.

Für uns alle ein unbestreitbarer Höhepunkt war der Mercado Central, der Markt von Lima. Der ist direkt neben Chinatown, was ich natürlich auch cool fand. So was hab ich noch nie in meinem Leben gesehen und vor allem noch nicht gerochen!! Hygienebestimmungen sollte man hier nicht so eng sehen Es stinkt teilweise echt abartig, weil man halt einfach auch Meerschweinchen mit den Eingeweiden noch drin verkauft. Ansonsten kriegt man da echt alles inklusive Hoden, Leber, Magen, Herz, Zunge von Kühen und was weiß ich noch was. Auf jeden Fall ist es ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst :D

Am Freitag haben wir eine alternative Stadtrundfahrt mit dem lieben Alois gemacht, der gefühlt einzige Allgäuer in Lima. Es war einerseits hochinteressant, aber irgendwie auch total bedrückend. Wir hatten en gemietetes Auto und sind damit in die Außenbezirke von Lima gefahren. In die pueblos jóvenes, die Armenviertel. Wir sind dort auch auf einen Berg hochgefahren, wo man dann von oben ne gute Aussicht auf die Umgebung hatte. Ich fand ziemlich krass das zu sehen. So weit das Auge reicht, nur Slums. Wir haben an dem Tag auch verschiedene Schulen besucht. Hat mir total gefallen, weil ich so irgendwie auch ein Vorgeschmack auf meine Arbeit bekommen hab. Ganz arg in Erinnerung geblieben ist mir ein kleines Mädchen aus der Grundschule, die auf mich zugestürmt gekommen ist und mich umarmen wollte. Die war so glücklich danach und hat mir erzählt, dass sie noch nie jemand in Arm genommen hat. War aber irgendwie auch traurig…

Gestern sind wir dann endlich losgefahren nach Tingo María. Der Bus ist um halb neun losgefahren, aber wir mussten um halb sechs aufstehen. Das Problem ist, dass Lima morgens total verstopft ist und wir deswegen durchaus auch mal zwei Stunden in die Stadt rein brauchen. Deswegen mussten wir so früh aufstehen. Und dann sind wir den ganzen Tag im Bus gehockt und 13,5 Stunden später in der selva angekommen. Landschaftlich war es echt total eindrucksvoll so über die Anden zu fahren. Am höchsten Punkt in La Oroya waren wir auf 4.800m Höhe.  Die Höhe geht natürlich nicht unbedingt spurlos an einem vorbei. Mir wars ganz schön durmelig zwischendurch, aber dann wars ja glücklicherweise bald wieder vorbei. Wir haben sogar noch ein paar schneebedeckte Berge gesehen, bevor wir dann über das altiplano runter in die selva gefahren sind. Leider wars dann schon dunkel, als wir endlich in Tingo angekommen sind. Aber heute haben wir dann endlich den Urwald gesehen rund um Tingo. Es ist echt superschön und momentan geht’s au noch voll von der Temperatur her. Wir haben beschlossen ein Tag Pause einzulegen, weil Jonathan, unser drittes Mitglied in der Pucallpa-Front, im Moment krank ist. Aber morgen geht’s dann noch ein paar Stunden auf Reisen bevor wir endlich in unserer neuen Heimat ankommen. Freuen uns schon total.

Liebe Grüße aus Tingo an euch alle,

Th

25.8.13 19:24


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Saludos desde Lima :)

Hallo ihr Lieben!

 Ein ganz kurzer Eintrag aus Lima, der Hauptstadt von Peru, wo wir gerade sind.

Mit der Anreise hat alles wunderbar funktioniert und um zehn Uhr deutscher Zeit waren wir dann (für euch gestern) in Lima. Im Moment wohnen wir in La Molina, einem der besseren Viertel von Lima.

Morgen gehts los zur Botschaft und Stadtführung und die restliche Woche ist volles Programm angesagt. Am Samstag gehts ab nach Tingo und am Sonntag werden Rebecca, Jonathan und ich endlich in Pucallpa ankommen.

 Euch allen noch ne gute Woche.

Liebe Grüße aus Peru

Th

21.8.13 01:57


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